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artists-in-labs KAUST-Swiss Residency Exchange 2016:

Marie Griesmar

Sandra Kühne

Residency Program

Nationale Projekte

Das artists-in-labs program ist Teil des Institute for Cultural Studies in the Arts ICS der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK und erforscht seit 2003 aktuelle Diskurse zwischen Kunst und Wissenschaft.

Wir definieren das weltweite Interesse an Kunst und Wissenschaft als spezifische kuratorische und kulturelle Praxis, anhand derer wir die Öffentlichkeit durch Residenzen, Ausstellungen, Konferenzen, Workshops und Publikationen engagieren wollen.

Mit unseren langfristigen, nationalen Künstlerresidenzen in Wissenschaftslabors wollen wir Erkenntnisse, Betrachtungsweisen und Fragestellungen vertiefen und den dazu notwendigen Rau für gemeinsames Arbeiten und den gegenseitigen Austausch schaffen.


Internationale Projekte

Die internationalen Residency Exchange Projekte des artists-in-labs program haben zum Ziel, internationale Netzwerke in Kunst und Wissenschaft mit langfristigen und nachhaltigen Kooperationen zu etablieren und auszubauen.

Mit den internationalen Residenzen in naturwissenschaftlichen Laboratorien ermöglichen wir den mehrmonatigen Austausch zwischen KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen im globalen Kontext. Der kulturelle Hintergrund, die sozialen Rahmenbedingungen und historischen Konventionen prägen die Resultate sowohl der Wissenschaften wie auch der der Künste. Durch den geografisch-kulturellen und disziplinübergreifenden Dialog und die Gegenüberstellung von Konzepten verschiedener Länder und Wissenskulturen bieten wir KünstlerInnen die Möglichkeit, sich mit den Vorstellungen und Denkweisen des „Anderen“, „Fremden“ oder „Ungewohnten“ sowie den Forschungsgegenständen und Technologien in renommierten Forschungsinstitution weltweit auseinanderzusetzen.


artists-in-labs KAUST-Swiss Residency Exchange 2016

Der artists-in-labs KAUST-Swiss Residency Exchange ist eine Zusammenarbeit zwischen der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) am Institute for Cultural Studies in the Arts (ICS), der King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) in Thuwal, Saudi Arabien, der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz in Zürich und der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, in Zürich und Kairo.

Der artists-in-labs KAUST-Swiss Residency Exchange 2016 umfasst vier Residencies:

  • 2 Residencies für 3 Monate in den Bereichen Meeresbiologie und
    Trinkwasser an der KAUST in Thuwal, Saudi Arabien
  • 2 Residencies für 3 Monate in den Bereichen Alpine Fliessgewässer und
    Trinkwassermikrobiologie an der Eawag in Zürich

Russian-Swiss Residency Exchange

Claudia Comte (CH) und das Urban Fauna Laboratory Kollektiv (RU) wurden von der Jury als artists in lab des Russian-Swiss Residency Exhcange 2015 ausgewählt!

Der Russian-Swiss Residency Exchange ist unterstützt von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia "Swiss made in Russia"


Sino-Swiss Residency Exchange

Dokumentarfilme:

Aline Veillat -  Institute of Mountain Hazards and Environment (IMHE) Sichuan, China

Alexandre Joly - Chengdu Insitute of Biologie (CIB) Sichuan, China

Aniu - Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag), Dübendorf, Schweiz

Liao Wenfeng - Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), Birmensdorf, Schweiz


Indo-Swiss Residency Exchange 2011 - 2013

Dokumentarfilme 2011/2012:

Surekha Anil Kumar - Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag), Dübendorf, Schweiz

Adrien Missika - National Center for Biological Sciences (NCBS), Bangalore, Indien

Dokumentarfilme 2012/2013:

Neha Thakar - Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag), Dübendorf, Schweiz

Dominique Lämmli - National Center for Biological Sciences (NCBS), Bangalore, Indien


Kunst

Künstlerinnen/Künstler

 

Aniu 2009/10

Projekt: Sino-Swiss Residency Exchange Programm 2009/10
Institut/Labor: Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag), Dübendorf ZH
Wissenschaftlicher Bereich: Aquatic Ecology

Aniu

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Biografie 

1969 wurde Aniu unter dem Namen Qingjun Chen in der südchinesichen Provinz Guangdong geboren. 1993 schloss er die Ausbildung am Shanghai Light Industry Institute ab. Er lebt und arbeitet heute in Shenzhen (Provinz Guangdong). Aniu ist Mitglied der Französischen Fotoagentur VU und hat seine Arbeiten in China, Dänemark, Frankreich, Belgien, Italien, Singapur, Hong Kong und Australien ausgestellt. 2007 wurde das Fotobuch "Times of Fantasy" 2007 publiziert. Aniu wurde 1969 unter dem Namen Qingjun Chen in der südchinesischen Provinz Guangdong geboren. Er arbeitete als Fotojournalist für eine lokale Zeitung und studierte am Shanghai Light Industry Institute. Aniu ist Mitglied der französischen Fotoagentur VU und hat seine Arbeiten in Asien, Europa und Australien ausgestellt. Heute lebt und arbeitet er in Shenzhen in der Provinz Guangdong. Dort realisierte er eine Fotoserie, die 2007 als Fotobuch mit dem Titel "Times of Fantasy" publiziert wurde.

Projekt

Aniu beschäftigte sich während seiner Residenz am Wasserforschungsinstitut EAWAG mit den Eigenschaften von Wasser und kontextualisierte sie mit handgeschriebenen Notizen der ForscherInnen. Der Künstler forderte die über 300 WissenschaftlerInnen des Instituts dazu auf, 20 Fragen zu Leben, Liebe, Wasser und Zukunft handschriftlich auf einzelnen Post-its zu notieren. So erkundete Aniu Fragmente der persönlichen Motivation und des Lebens der Menschen hinter der Forschung. Zugleich sammelte Aniu Wasserproben während gemeinsamer Exkursionen mit den ForscherInnen. Er experimentierte dann mit den gesammelten Wasserproben, indem er verschiedene Flüssigkeiten wie zum Beispiel Tinte hinzufügte. Beide Formen der Feldforschung – die manipulierten Wasserproben und die mit löslicher Tinte beschriebenen Zettel der WissenschaftlerInnen - führte er unter dem Mikroskop zusammen. Der Künstler beobachtete und dokumentierte filmisch und fotografisch, wie die Gegenstände seiner Untersuchung eine ästhetische Synthese bildeten: Die Zettel veränderten im Wasser liegend langsam ihre Form. Unter der Bewegung der Mikroorganismen verschwamm das Geschriebene und löste sich letztlich auf. Die so entstandenen „ethnographischen Aufzeichnungen“ wurden in Wort und Bild in dem Buch „WHEN SMALL SEES BIG“ veröffentlicht.

www.agencevu.com/photographers

Bojanowski Marie-France 2011

Projekt: Swiss artists-in-labs Programm 2011
Institut/Labor: Native Systems Group (NSG), ETH Zürich
Wissenschaftlicher Bereich: Computer Science

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Biografie

Marie-France Bojanowski ist eine interdisziplinär arbeitende Künstlerin aus Montreal, die in Zürich lebt. Mittels kreativer Auseinandersetzung an der Schnittstelle von Film und Design führte sie verschiedene standortbezogene Projekte durch und untersuchte dabei Risse im urbanen Gefüge. Sie tauchte in Relikte des Industriezeitalters ein - in eine psychiatrische Klinik, in verfallene Industrieanlagen, in Arbeiterviertel - um diese mit Klangspaziergängen und Installationen zu bespielen und video-dokumentarisch festzuhalten.

Projekt

Marie-France Bojanwoski’s Projektvorschlag, mittels unbewusster und virtueller Räume eine Art zerebrale Szenografie zu entwickeln, liess sich gut mit Forschungsprojekten der Native Systems Group (NSG) der ETH Zürich verbinden. Die Künstlerin kreierte virtuelle Panorama-Welten aus Bildern realer urbaner Räume wie zum Beispiel Tunnels oder Orten unter Autobahnbrücken in der Peripherie von Zürich. Eine von der NSG entwickelte, kopfgestützte immersive Apparatur erlaubte Spaziergänge durch diese virtuellen urbanen Welten, deren Verlauf die Trägerin mittels Bewegungen des Kopfes kontrolliert steuern konnte. Von besonderer Bedeutung bei der Entwicklung ihres Projektes war das Zusammenspiel der verschiedenen Ebenen des Bewussten und Unbewussten. Im Laufe der Zusammenarbeit mit den WissenschaftlerInnen entwickelte Marie-France Bojanwoski ein ausgeprägtes Interesse für Neuroinformatik und Biofeedback. In der Folge entwickelte sie einfache haptische Geräte, die auch in der Forschung verwendet werden können.

www.b-things.com/marie_france_bojanowski.html

Codourey Monika 2008

Projekt: Swiss artists-in-labs Programm 2008
Institut/Labor: The Human Computer Interaction Lab (HCI-LAB), Universität Basel
Wissenschaftlicher Bereich: Cognitive Psychology and Methodology

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Biografie

Monika Codourey wurde 1966 in Warschau geboren und lebt heute in Zürich. Sie schloss ein Architekturstudium an der University of British Columbia (UBC) in Kanada ab und studierte im Anschluss Architektur und Informatik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich. Sie war als Architektin in den USA, in Kanada und Deutschland tätig. Heute schreibt sie an ihrer Doktorarbeit mit dem Titel „Airport Territory as Interface: Designing Social Technologies for Constant Travellers“ am Z-Node des Planetary Collegium der University of Plymouth und des Institute of Cultural Studies in the Arts der Zürcher Hochschule der Künste.

Projekt

Monika Codoureys Projekt am The Human Computer Interaction Lab (HCI-LAB) der Universität Basel untersuchte das Zusammenwirken von konstant Reisenden (constant travellers) und Orten des Transits, wie etwa Flughäfen. Als constant travellers bezeichnet Monika Codourey Menschen, die für ihre Arbeit reisen und für die ihre Reisen und deren Stationen zum Arbeitsort selbst werden. Ihre Annahmen, z.B., dass constant travelling ein Life Style Konzept sein kann, verifizierte sie mittels empirischer Methoden der Psychologie. So interviewte die Künstlerin constant travellers aus unterschiedlichen beruflichen Umfeldern und analysierte ihr emotionales, kognitives und verhaltensbezogenes Befinden. Ihre Erkenntnisse setzte sie in Bezug zu den architektonischen Veränderungen von Aufenthaltsbereichen in Flughäfen. Aufgrund der qualitativen und quantitativen Untersuchungen und Ergebnisse, die Monika Codourey mit Hilfe der WissenschaftlerInnen und den Technologien des HCI-LAB erarbeitete, entwickelte sie Video-Essays. Ihre künstlerische Forschung zum Thema „Airport Territory as Interface: Designing Social Technologies for Constant Travellers“ verfolgt sie im Rahmen ihrer Dissertation weiter.

monika.codourey.info

Della Giustina Christina 2011

Projekt: Swiss artist-in-labs Programm 2011
Institut/Labor: Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), Birmensdorf ZH
Wissenschaftlicher Bereich: Ecology and Environment

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Biografie

Christina Della Giustina wurde in Schaffhausen geboren und lebt heute in Amsterdam. Sie studierte Philosophie, Kunstgeschichte und Linguistik an der Universität Zürich und schloss ein Nachdiplomstudium in Bildender Kunst und Politischer Theorie an der Jan van Eyck Academie in Maastricht ab. Sie arbeitet mit Live- und interaktiven Audio-, Video- und Lichtinstallationen, Performances, Zeichnungen und Texten.

Projekt

Christina Della Giustinas Interesse gilt dem Ökosystem Wald und den Prozessen im einzelnen Baum. Während ihres Aufenhalts an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) ging die Künstlerin unter anderem folgender Frage nach: Wie können die Aktivitäten der Wachstums- und Entwicklungsprozesse im Baum hör- und sichtbar gemacht werden? Christina Della Giustina setzte sich mit den Langzeit-Messdaten aus der Forschung zu Waldökosystemen auseinander. Mit Hilfe dieser Daten erforschen die Wissenschaftler, wie Boden, Wasser, Luft und Klima die komplexen Waldökosysteme beeinflussen. Die Messdaten zu verstehen und daraus eine sinnliche audio-visuelle Interpretation zu schaffen, war eines der Ziele. Gleichzeitig begleitete sie die künstlerische Forschung mit einer Buchreihe. Entstanden ist eine Serie von drei, in Baumquerschnitte eingebundenen, grossformatigen Büchern. Volume 01 dokumentiert die Fragestellungen und Untersuchungen der Künstlerin. Volume 02 beinhaltet die Fragen der WissenschaftlerInnen an die Künstlerin. Jede Seite setzt sich aus den drei Komponenten Fragen, Notizen und Zeichnungen zusammen. Das dritte Buch „tree 8-2018 – you are variations“ bildet die Grundlage für eine Komposition zum ununterbrochenem Wasseraustausch von Baum, Erde und Atmosphäre während eines Jahres. Die Komposition wurde als Sound Installation und Live Konzert gezeigt. Christina della Giustina entwarf ein System, indem sie den Elementen des Periodensystems C, O, N und H jeweils eine Tonfrequenz zuteilte. Die so entstandenen Klänge boten Vergleiche zwischen unterschiedlichen öko-physiologischen Prozessen in Bäumen unter sich stets wandelnden Umweltbedingungen. "you are variations - how changes in climatic conditions modify the water cycle and water availability of trees" ermöglichte das Eintauchen in diese Klanglandschaften und eröffnete dadurch den Weg ins Innere der Bäume. Die Klänge sollten das physische Ereignis nicht repräsentieren, reflektieren oder spiegeln, sondern zur eigentlichen Verkörperung des Ereignisses werden.

www.dg-c.org

Forcucci Luca 2009

Projekt: Swiss artists-in-labs Programm 2009
Institut/Labor: Brain Mind Institute (BMI), EPFL Lausanne
Wissenschaftlicher Bereich: Neuroscience

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Biografie

Luca Forcucci ist ein schweizerisch-italienischer Komponist und Künstler. Er schloss ein Masterstudium in Klangkunst an der Queen’s University Belfast (QUB) in Irland ab. In seiner Arbeit beobachtet er die Eigenschaften und Beziehungen von Klang und Raum und entwickelt dabei Klanginstallationen, visuelle Elemente, Kompositionen und Performances. Um das Feld der Klangmöglichkeiten im Rahmen von Musik und Kunst zu ergründen, werden die Arbeiten mit Tanz, digitalen Interventionen, Poesie, Architektur und Neurowissenschaft kombiniert. Dabei interessiert sich Luca Forcucci besonders für die Phänomene Wahrnehmung und Bewusstsein.

Projekt

Angeregt durch eine Klanginstallation von Alvin Lucier aus den 1960er Jahren, widmete sich Luca Forcucci dem durch Gehirnströme gesteuerten Musikmachen. Ausgehend von der Mikroskopaufnahme eines Neurons, versuchte Forcucci in etlichen Tests die visuelle Ebene in eine akustische umzuwandeln. Die Sound-Skulptur „Kinetism”, die während des Aufenthalts am Brain Mind Institute (BMI) der EPFL Lausanne entstanden ist, untersuchte die Wahrnehmung unserer täglichen Klangräume und hob den Unterschied zwischen dem Begriff des Hörens, einer physiologischen Fähigkeit, und dem Begriff des Zuhörens, eines psychologischen Akts, hervor (Roland Barthes, 1985). „Kinetism” lud die Zuhörer zu einem Klangspaziergang ein, der die Dialektik zwischen der internen und externen Wahrnehmung von Raum durch Klang erfahrbar macht:e der Klang des eigenen Körpers (interner akustischer Raum), der überwiegend unbewusst stattfindet, und die Geräusche der Stadt (externer akustischer Raum). Die Sound-Installation beschäftigte sich mit der Frage, wie wir unseren Körper wahrnehmen und liess den Besucher eine Art „out of body experience“ erleben.

www.lucalyptus.com

Gindre Jérémie 2011

Projekt: Swiss artists-in-labs Programm 2011
Institut/Labor: Geneva Neuroscience Center (CIN) and Swiss Center for Affective Sciences (ICAS), Université de Genève
Wissenschaftlicher Bereich: Neuroscience

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Biografie

Jérémie Gindre wurde 1978 in Genf geboren, wo er auch heute lebt und arbeitet. Er schloss sein Studium an der Haute école d’art et de design (HEAD) in Genf ab. Das Interesse des bildenden Künstlers und Schriftstellers gilt oft der Geologie und Geographie und ist geprägt vom Expeditions- und Entdeckergeist. Viele seiner Arbeiten sind von den Wissenschaften inspiriert. Seine Themen bearbeitet er in Zeichnungen, Skulpturen, Installationen oder literarisch.

Projekt

Jérémie Gindres Interesse für die neurowissenschaftliche Forschung führte ihn an das Geneva Neuroscience Center (CIN) und das Swiss Center for Affective Sciences (ICAS) der Universität Genf. Während seines Aufenthalts nahm er an zahlreichen Visiten und klinischen Evaluationen von Patienten teil, die aufgrund einer zerebralen Funktionsstörung besonderes Verhalten an den Tag legen. Inspiriert durch diese vielseitigen Erfahrungen schrieb Jérémie Gindre Kurzgeschichten, die poetische, feinfühlige Einsichten in diese komplexen Krankheiten und deren Auswirkungen auf die Lebenswelt der Betroffenen gewähren. „Moitié moins“, „L’Anorak“, „Un été sans guêpes“ und „Et tout casser“ sind im 2013 unter dem Titel „On a eu du mal“ in der Edition de l’Olivier erschienen.
Die Arbeit „Feeling Like This” besteht aus einer Serie von Zeichnungen, die auf Wörtern und Bildern basiert. Jérémie Gindre isolierte Begriffe und Zitate aus der Terminologie der Neuro- und Verhaltenswissenschaften, die er während Vorlesungen, Kolloquien und aus der fachspezifischen Literatur gesammelt hatte und verwandelte sie in grafische Objekte. Die grob aus dem Kontext gerissenen Elemente wurden so zur Eigenständigkeit gezwungen und konnten - in den Kunst-Kontext transportiert - neue Fragen provozieren.
Während seiner Zeit im Labor lud Jérémie Gindre zu den „séance d’écho“ in sein Atelier. Dort diskutierte er mit den Wissenschaftlern über Künstler und Schriftsteller, deren Arbeiten neurowissenschaftliche Aspekte beinhalten. Daneben teilte er im Rahmen von Ausstellungsführungen sein Wissen über Kunstgeschichte, gegenwärtige Künstler und deren Arbeitsweisen.
Zum Abschluss seiner Residency organisierte Jérémie Gindre das zweitägige internationale Kolloquium „Les Amis imaginaires“ zum Thema Imaginationsprozesse mit Experten und Expertinnen aus den Bereichen der Neurowissenschaft, der Geisteswissenschaft und der Kunst. Ausgehend von Vorträgen, Filmen und einer Ausstellung wurden verschiedene Aspekte des Vorstellungsvermögens diskutiert: Interpretation und Aspekte der Wahrnehmung wie bildliche Vorstellung, Träume und Halluzinationen.

www.jeremiegindre.ch

Gonzenbach Christian 2009

Projekt: Swiss artists-in-labs Programm 2009
Institut/Labor: Séction de Physique, Université de Genève / CERN
Wissenschaftlicher Bereich: Physics

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Biografie

Christian Gonzenbach wurde 1975 in Genf geboren, wo er auch zurzeit lebt und arbeitet. Dort absolvierte er ein Bachelorstudium in Design an der Haute école d’art et de design (HEAD). Im Anschluss erwarb er einen Mastertitel in Bildender Kunst an der University of the Arts London (UAL). Seine Arbeit, die Skulpturen, Installationen und Videos beinhaltet, besteht in der Transformation von gewöhnlichen Dingen und alltäglichen Objekten. Als aufmerksamer Beobachter beginnt er seine Arbeit oft mit einer alltäglichen Situation, einem unbedeutenden Zustand oder einem gewöhnlichen Objekt. Er erkundet dabei das Potenzial, das diese Elemente bieten, um daraus eine tragische oder ironisch gebrochene Umgebung zu schaffen.

Projekt

Christian Gonzenbach sucht nach neuen Wegen, in alltägliche Dinge hineinzublicken. Während seines Aufenthaltes im CERN interessierte er sich für Zugänge zum Unvorhersehbaren und Unsichtbaren um uns herum. Er spürte den Anreiz, durch Wissensveränderung auch eine Wahrnehmungsveränderung anzustossen. Daraus resultierte die Frage, wie Quantenphysik auf unser alltägliches Leben Einfluss nehmen kann. Seine aus Experimenten entstandenen Projekte stellte Christian Gonzenbach in einem schwarzen Raum in der Eingangshalle der Universität aus. Darunter befand sich das Werk QUARC („Quantum Art Cloud“). Dieser mechanische Zufallsgenerator symbolisiert das Zusammenspiel von Partikeln mit dem sie umgebenden Raum und schafft so Unvorhergesehenes. Die iglu-ähnliche Struktur aus über hundert, durch 1.5 km Kabel verbundene Neonröhren beinhaltet in der Mitte eine Art Gehirn, das aus Magneten und CDs konstruiert ist und die Neonröhren steuert. Während die Mechanik der Konstruktion einem exakten Rhythmus folgt, werden im Gegensatz dazu die Neonröhren auf eine zufällige Weise ein- und ausgeschaltet. Im Werk QUARC gleichen die sich ein- und ausschaltenden Neonröhren des Kristalls einer newtonschen Bewegung, die zu einer Quantensituation führt.

www.gonzenbach.net

Hostettler Sylvia 2008

Projekt: Swiss artists-in-labs Programm 2008
Institut/Labor: Centre for Integrative Genomics (CIG), Université de Lausanne
Wissenschaftlicher Bereich: Molecular Biology

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Biografie

Sylvia Hostettler wurde 1965 in Biel geboren, sie lebt und arbeitet in Bern. Sie hat an der Hochschule der Künste Bern (HKB) studiert, mit dem Schwerpunkt Skulptur. Sie widmet sich dem Unsichtbaren oder kaum Sichtbaren. Ausflüge in die Natur dienen ihr seit jeher als Inspirationsquelle. Über die Jahre haben sie diese Reisen durch unterschiedlichste Landschaften geführt: durch die Schweizer Alpen, nach Island und als artist-in-lab in die Welt der Forschung. Die Erkundungen sind zu "Performativen Wanderungen" und "Philosophischen Gedankengängen" geworden. Aus den Reisen ist der Zyklus "Landschaften" entstanden. Ein Hauptgebiet des Schaffens von Sylvia Hostettler ist das plastische Objekt. Es fügt sich auch in raumgreifenden Installationen, bestehend aus verschiedenen künstlerischen Medien, zusammen.

Projekt

Sylvia Hostettlers Kunst, wie zum Beispiel ihre Plastiken biomorpher Formen, ist stark beeinflusst von der Natur. Am Centre for Integrative Genomics (CIG) der Universtät Lausanne setzte sie sich mit dem Einfluss von Licht auf das Pflanzenwachstum auseinander. Sie versuchte, Unsichtbares sichtbar zu machen und spielte einerseits mit dem Massstab und andererseits mit der visuellen Gestaltung von Pflanzenstrukturen. Angelehnt an den gene investigator, der ein Genom mithilfe von Farbe visualisiert, hat Sylvia Hostettler eine Mikroskopie-Aufnahme einer Pflanzenstruktur manipuliert. Stark vergrössert und eingefärbt wurde die Pflanzenzelle anschliessend Pixel für Pixel in 330 Petrischalen zu je 36 Feldern platziert. Dieses Fenster integrierte die Künstlerin in eine Black Box, in der sie zusätzlich Werke ausstellte. Diese zeigten die Erfahrungen und Beobachtungen aus dem Künstlerstipendium auf: genetische Mutationen der Pflanzen, Manipulationen und Analysemethoden. Für ihre Installation, mit der sie die Mikroebene der Natur vergrösserte und interpretierte, orientierte Sylvia Hostettler an wissenschaftlichen Methoden.

www.sylviahostettler.ch

Huber Sandra 2010

Projekt: Swiss artists-in-labs Programm 2010
Institut/Labor: Center for Integrative Genomics (CIG), Université de Lausanne
Wissenschaftlicher Bereich: Molecular Biology

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Biografie

Sandra Huber ist eine schweizerisch-kanadische Lyrikerin und Schriftstellerin. Sie schloss ein Masterstudium in Kreativem Schreiben an der University of Toronto ab und ist Redaktorin bei Dear Sir, einem Online-Magazin für experimentelle Literatur. Nebst Kurzgeschichten widmet sich die Schriftstellerin immer wieder der Dichtkunst. Seit einigen Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit dem Thema Schlaf, dessen Geschichte und Bedeutung.

Projekt

Am Centre for Integrative Genomics (CIG) und im Schlaflabor des CHUV der Universität Lausanne konnte Sandra Huber ihre bisherige literarische Auseinandersetzung mit Schlaf vertiefen. Die Erkenntnisse der wissenschaftlichen Schlafforschung, insbesondere die Tatsache, dass Schlaf ein durchaus aktiver Zustand ist, stellte Huber in Bezug zu der jahrhundertelangen Auffassung der Dichter, Schlaf als todesähnlichen Zustand zu interpretieren. Sie stellte sich als Probandin im Schlaflabor zur Verfügung, wo die elektrische Aktivität ihres Gehirns während des Schlafs mit Elektroenzephalogramm (EEG) gemessen wurde. Die aufgezeichneten Daten, die in Form von Wellen dargestellt werden, überformte die Künstlerin mit Poesie. „Assembling the Morrow” ist ein langes Gedicht, das direkt auf Sandra Hubers Gehirnströme geschrieben wurde. Die aufgezeichneten Wellen mögen die Fülle der Sprache kaum fassen – ähnlich wie die Sprache Traumbilder nicht zu fassen vermag. Durch ihre Arbeit brachte die Künstlerin den bis anhin als passiv verstandenen Zustand des Schlafes zum Erwachen und ermöglicht einen poetischen Zugang zu wissenschaftlichen Daten.

www.dearsir.org

Joly Alexandre 2010

Projekt: Sino-Swiss Residency Exchange Programm 2009/10
Institut/Labor: Chengdu Institute of Biology (CIB), Sichuan, China
Wissenschaftlicher Bereich: Ecology and Environment

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Biografie

Alexandre Joly, 1977 geboren, arbeitet und lebt in Genf, wo er Industriedesign und Bildende Kunst an der Haute école d’art et de design (HEAD) und der Ecole supérieure des Beaux-arts (ESBA) studierte. Zu den Themen seiner Arbeiten gehören die möglichen Interaktionen zwischen Material und Klang. Dabei realisiert er verblüffende und poetische Inszenierungen, die ungewöhnlichen Arten des Hörens ermöglichen.

Projekt

Während seiner Residency am chinesischen Chengdu Institute of Biology (CIB) in Sichuan untersuchte Alexandre Joly die akustische Kommunikation von Amphibien, insbesondere von Fröschen. Er beschäftigte sich dabei mit der Frage: Welche Bilder können Klang schaffen? Das Fresko „Fish Skin” besteht aus Klaviersaiten, kleinen Piezo-Lautsprechern, Magneten und Nägeln. Die Töne von Amphibien, die er am Institut und auf Exkursionen mit den WissenschaftlerInnen aufnahm, mixte Alexandre Joly zu elektronischen Soundwelten und liess das dreidimensionale Objekt raumfüllend erklingen. Weitere Klangwelten schuf Alexandre Joly mit „Sacred Peanuts”. Diese imaginären, filigranen, dreidimensionalen Landschaften unter einer Glaskuppel erinnern an die traditionelle chinesische Landschaftsmalerei. Der Wechsel zwischen einer mikroskopischen und makroskopischen Sicht auf seine Umgebung im Labor spielte auch in einer Zeichnungsserie eine wichtige Rolle, in der Alexandre Joly seine Darstellung des Gehirns mit topografischen Linien aus alten chinesischen Landkarten verband.

www.alexandrejoly.net

Keller Roman 2007

Projekt: Swiss artists-in-labs Programm 2007
Institut/Labor: Paul Scherrer Institute (PSI), Villigen
Wissenschaftlicher Bereich: Energy and Environment

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Biografie

Roman Keller wurde 1969 in der Schweiz geboren. Er studierte Umweltnaturwissenschaften an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ). Anschliessend schloss er ein Studium der Fotografie in Zürich und eine Weiterbildung am International Center of Photography (ICP) und an der School of Visual Arts (SVA) in New York ab. Seit einigen Jahren arbeitet Roman Keller mit der Künstlerin Christina Hemauer zusammen.

Projekt

Roman Keller setzt sich seit Jahren mit Themen der fossilen und alternativen Energiegewinnung auseinander. Zu seinen Hauptinteressensgebieten gehören die Geschichte und der exzessive Umgang mit fossiler Energie und mögliche Alternativen dazu. Während seines Künstlerstipendiums am Paul Scherrer Institut (PSI) beschäftigte sich Roman Keller insbesondere mit den Möglichkeiten von Solarenergie. „The Rocket for the Rest of Us“ – die erste solarbetriebene Rakete der Welt. Die Idee, eine Solarrakete zu bauen, entwickelte sich aus einem Kindheitstraum des Künstlers und ist ein Versuch, uns an den Pioniergeist der Wissenschaft und die emotionale Wirkung von Entdeckungen zu erinnern. Die Solarrakete kann als Neuinszenierung wichtiger historischer Ereignisse verstanden werden. Gleichzeitig ist sie eine avantgardistische Entwicklung, die die Wichtigkeit betont, alternative Energiegewinnungsmethoden zu erforschen.
In seinem Logbuch dokumentierte Roman Keller seine Recherchen über die Geschichte von solarbetriebenen Fahrzeugen, den Pioniergeist der Wissenschaft, die historischen Fakten zu Dampfmaschinen und Solarenergie sowie über die Geschichte der Raumfahrt. Die Ergebnisse seiner Untersuchungen und Experimente im Bereich der alternativen Energiegewinnung am PSI wurden als kommentierte Diashow präsentiert.

www.romankeller.info

Kumar Surekha Anil 2011/12

Projekt: Indo-Swiss Residency Exchange Programm 2011/12 | pilot project
Institut/Labor: Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag), Dübendorf ZH
Wissenschaftlicher Bereich: Aquatic Ecology

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Biografie

Surekha Anil Kumar wurde 1965 im indischen Bangalore geboren. Sie hat an der Ken School of Arts in Bangalore Visuelle Kunst studiert. Ihr Nachdiplomstudium in Bildender Kunst hat sie an der MFA, Santiniketan, Viswabharati University in West Bengal absolviert. Sie lebt und arbeitet in Bangalore, ihre Arbeiten werden auch international ausgestellt. Viele ihrer Arbeiten basieren auf ihrem breitgefächerten Interesse am empfindlichen Ökosystem Wasser. Sozio-kulturelle Entwicklungen und deren Auswirkungen auf das lebensnotwendige Element Wasser und auf die davon abhängige Flora und Fauna sind wichtige Themen, mit denen sich die Künstlerin auseinandersetzt.

Projekt

Surekha Anil Kumars Künstlerstipendium in der Abteilung Aquatische Ökologie der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag) brachte sie mit einer Reihe von Forschungsfeldern in Kontakt. Insbesondere die Beschäftigung mit Fliessgewässern in der Schweiz inspirierte Surekha über die soziale und globale Bedeutung von Wasser und über den alles umspannenden hydrologischen Wasserkreislauf nachzudenken. Sie forderte WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen, Freunde und Bekannte rund um die Welt dazu auf, Wasserproben aus ihrem Alltag und/oder von einem persönlich bedeutenden Ort zu sammeln, zu bezeichnen und dann zusammen mit einem Foto der Wasserquelle an die Eawag zu senden. Über 160 Proben aus rund 25 Ländern wurden ihr in unterschiedlichsten Behältern inklusive persönlicher Geschichten zur Wasserprobe zugesandt. Die Künstlerin zeigte so auch die individuelle emotionale und soziale Bedeutung von Wasser auf. In einem nächsten Schritt ging es darum, die eingesandten Wasserproben auf ihre Qualität wissenschaftlich zu untersuchen. Während einer Gletscherexkursione entdeckte Surekha Anil Kumar eine neue, auffallend schöne, lebendige Welt und war nach kurzer Zeit von den Lufteinschlüssen im Wasser fasziniert. Die visuellen Unterschiede dieser Luftblasen untersuchte sie anhand von Wasserproben aus verschiedenen Gewässern in der Umgebung, wie auch mit kaltem und warmem Wasser. Diese visuellen Eindrücke sammelte sie und interpretierte sie in einer grossflächigen Komposition von Wasserblasen. „Just follow the sound of the River“ vereint ein Video-Essay und die gesammelten Wasserbehälter in einer Installation, in der die poetischen Qualitäten, die lokale ökologische und soziale Rolle von Wasser in Verbindung mit seiner globalen Bedeutung gesetzt werden.

surekha.info

Lämmli Dominique 2012/2013

Projekt: Indo-Swiss Residency Exchange Program
Institut/Labor: Adaptation Lab, National Center for Biological Sciences (NCBS), Bangalore, India
Wissenschaftlicher Bereich: Biology

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Biografie

Dominique Lämmli studierte Bildende Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), Lithografie an der School of Visual Arts (SVA) in New York, Philosophie an der Universität Zürich und Bildungstheorie und psychologische Didaktik an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Sie erhielt in den letzten 20 Jahren mehrere Kunst- und Atelierstipendien. Seit 2009 ist sie Dozentin für Zeichnen/Malen an ZHdK. Sie ist Gründungsmitglied und Co-Direktorin von „Foa-Flux Art research“, einem unabhängigen Forschungsforum. „Foa-Flux” führt wissenschaftliche, künstlerische und anwendungsbezogene Projekte zum Thema Kunst im globalen und „glokalen“ Kontext durch. Es verbindet Kunstpraxis, Kunsttheorie, phänomenologische Forschung und interdisziplinäre Ansätze.

Projekt

Dominique Lämmlis interessiert sich für die Forschung über die Funktion von Kunst innerhalb eines globalen Kontexts sowie Veränderungen in der visuellen Kunst. Ihr artists-in-labs Projekt „Lining life. Experimental evolution in the lab“ bezieht sich auf die Referenzsysteme im von Dr. Deepa Agashes geführten Adaptation Lab des National Center for Biological Sciences (NCBS) in Bangalore. Die Forschung am Adaptation Lab ergründet die evolutionären und ökologischen Prozesse, die der adaptiven Evolution zugrunde liegen. Käferpopulationen beispielsweise sind starken klimatischen Veränderungen ausgesetzt. Ihre Anpassung an veränderte Bedingungen ist einer der Hauptforschungsbereiche des Labors. In Bangalore arbeitete Dominique Lämmli mit ihrer Kollegin Dr. Annemarie Bucher, Kunsthistorikerin und Co-Direktorin von „Foa-flux Art research“, zusammen. Sie verglichen die Referenzsysteme der experimentellen Forschung im Labor unter anderem mit Referenzsystemen des Kunstschaffens. Während ihres Künstlerstipendiums recherchierte Dominique Lämmli vor allem im Textbereich und führte ausführliche Interviews mit Dr. Deepa Agashe und anderen Mitgliedern des Forschungsteams.

www.dominiquelaemmli.ch

Lang Pe 2007

Projekt: Swiss artists-in-labs Programm 2007
Institut/Labor: Centre Suisse d' Electronique et de Microtechnique (CSEM), Alpnach
Wissenschaftlicher Bereich: Micro- and Nanotechnology

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Biografie

Pe Lang wurde 1974 in der Schweiz geboren. Als ausgebildeter Elektriker entwickelte er sich autodidaktisch zum elektronischen Soundkünstler. Pe Lang gehört zu einer neuen Generation Künstler, die an die Tradition der Minimal Art anschliesst und diese erweitert. Pe Lang lebt und arbeitet in Berlin. Seine Arbeiten werden international ausgestellt.

Projekt

Pe Langs Interesse an den neuesten Entwicklungen im Bereich der Mikrosysteme und der Mikrotechnologie am Centre Suisse d' Electronique et de Microtechnique (CSEM) in Alpnach führten zur Entwicklung von kinetischen Lautsprechern, mit denen er raumspezifische Eigenschaften und die menschliche Klangwahrnehmung analysieren wollte. Die vier von Pe Lang während seiner Zeit am CSEM entwickelten Lautsprecher wurden einzeln von hochpräzisen Motoren und Wegsensoren gesteuert, die eine genau kalibrierte Positionierung und Rotation erlaubten. Das mobile Lautsprechersystem erzeugte dadurch einen dynamischen Klangraum, in dem die Besucher die akustischen Eigenschaften der Umgebung in Bezug auf ihre Position entdecken konnten. Seine Installation „Kinetic Speakers“ ermöglichte variables Hören und die variable Verarbeitung von externen Geräuschquellen.

www.pelang.ch

Missika Adrien 2011/12

Projekt: Indo-Swiss Residency Exchange Programm 2011/12 | pilot project
Institut/Labor: National Center for Biological Sciences (NCBS), Bangalore, India
Wissenschaftlicher Bereich: Biology

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Biografie 

Adrien Missika wurde 1981 in Paris geboren. Heute lebt und arbeitet er in Berlin und Genf. Er studierte Kunst und Design an der Ecole cantonal d’art in Lausanne (ECAL). Er war Mitbegründer und Kurator der Galerie "art space 1m3" in Lausanne. Adrien Missika versteht sich als "travelling artist: the idea of nomadism is part of my life project." Seine bevorzugten Medien sind Video, Film und Fotografie, mit denen er die Thematik des Territoriums erforscht. Hierbei interessieren ihn die Geschichte der Landschaft und der zeitgenössische Gebrauch von Bildern. Seine Werke werden in der Schweiz, in Europa und in Japan ausgestellt.

Projekt

Adrien Missika arbeitete in Indien mit WissenschaftlerInnen am National Center for Biological Sciences (NCBS) in Bangalore, insbesondere im Labor von Dr. Sanjay Sane, in dem das Flugverhalten von Insekten erforscht wird. Der Kontakt mit kleinen, sich bewegenden Insekten war Neuland für den Künstler, der zuvor hauptsächlich mit Landschaftsdarstellungen und Architektur gearbeitet hatte. Die Insekten, die sich so schnell bewegen, dass sie für das menschliche Auge nicht sichtbar sind, liessen ihn sein bereits vorhandenes Interesse für die Grösse von Dingen neu entdecken. Die Methoden, die die WissenschaftlerInnen verwendeten, um Insekten im Flug zu studieren und ihr generelles Verhalten zu beobachten, waren für Adrien Missika von besonderem Interesse. Er benutzte den Versuchsaufbau des Labors, das mit einer Hochgeschwindigkeitskamera ausgestattet war und drehte Videos, die sich hauptsächlich mit der Ästhetik des Insektenflugs beschäftigten. Um die Insekten zum Flug zu animieren, benutzte Adrien Missika nicht die vom Labor verwendeten visuellen Reize, sondern stimulierte die Insekten anhand von Optical-Art Werken. Dieser experimentelle Ansatz sensibilisierte die WissenschaftlerInnen für eine andere Art der Forschung.

www.adrienmissika.com

Mnatsakanian Alina 2009

Projekt: Swiss artists-in-labs Programm 2009
Institut/Labor: Istituto Dalle Molle di Studi sull’Intelligenza Artificiale (IDSIA), Lugano
Wissenschaftlicher Bereich: Robotics

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Biografie

Die armenische Künstlerin Alina Mnatsakanian wurde 1958 geboren, sie lebte und arbeitete in Teheran, Paris und Los Angeles und heute in Neuchâtel. Ein wiederkehrendes Thema in ihrer Arbeit sind Fragen der Identität, der Bewegung und ihrer formalen und sozialpolitischen Aspekte, die in verschiedenen Medien vorkommen.

Projekt

Alina Mnatsakanian setzte sich in ihrer Kunst schon lange mit Bewegung auseinander und hatte ein grosses Interesse für Roboter. Am Istituto Dalle Molle di Studi sull’Intelligenza Artificiale (IDSIA) in Lugano erlernte die Künstlerin Grundlagen der Computerprogammierung und war so befähigt, Software selbständig an ihre Bedürfnisse anzupassen. Sie entwickelte eine Choreografie für neun Roboter als Computer-Simulation. Diese Simulation wurde dann in ein modulares Programm übersetzt und erlaubte es der Künstlerin, die Bewegungen der Roboter frei zu verändern. Die tanzenden Roboter wirkten wie minimalistische Skulpturen, deren Bewegungen über Musik synchronisiert wurden. Die Installation „When I woke up the Sun had moved” wurde so zu einer meditativen visuellen Performance, in der wechselnde Farben, Lichter und Formen verschiedene Kompositionen erzeugten. Mit den Bewegungen ihrer Geschöpfe hinterliess Alina Mnatsakanians Spuren in einer sich ständig verändernden Umgebung.

www.alinamn.com

Ottiger Nicole 2010

Projekt: Swiss artists-in-labs Programm 2010
Institut/Labor: Brain Mind Institute (BMI), EPFL Lausanne
Wissenschaftlicher Bereich: Neuroscience

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Biografie

Nicole Ottiger wurde 1969 in London geboren. Heute lebt und arbeitet sie in Zürich. Sie ist Künstlerin, Dozentin und Kunsttherapeutin. Sie schloss ein Masterstudium in Kunsttherapie an der London University Goldsmiths und ein Bachelorstudium in Bildender Kunst an der Hochschule Luzern ab. Zurzeit absolviert Nicole Ottiger im Rahmen von Z-node ein Doktorat.

Projekt

Nicole Ottigers Hauptinteresse gilt dem Selbstporträt. Die Wahl für ihre Residency fiel dadurch auf das Brain Mind Institute (BMI) der EPFL Lausanne, welches unter anderem die Wahrnehmung des Selbst erforscht. Das Selbst in einem Porträt abzubilden, ist gleichsam der Versuch, nicht nur das Bewusstsein, sondern auch den eigenen Körper zu lokalisieren. Das Selbstporträt verlangt einen Perspektivwechsel von der ersten zur dritten Person. Es greift in die körperliche Wesenheit ein und stellt die Frage nach der eigenen Identität. Das mehrteilige Werk „The Mind’s Eye”, das während der Residency entstand, stellte Selbstporträts des virtuellen Körpers dar. Als Grundlage wandte Nicole Ottiger das neurowissenschaftliche Experiment „Video Ergo Sum: Manipulating Bodily Self-Consciousness“ an (Lenggenhager et al, 2007, Lab of Cognitive Neuroscience an der EPFL in Lausanne), welches zeigte, dass widersprüchlicher, visuell-somatosensorischer Input in der virtuellen Realität die räumliche Einheit zwischen dem Selbst und dem Körper stören kann. Die Versuchsperson erlebte so eine Art „out of body experience”.

www.nicoleottiger.ch

Qiu Ping 2008

Projekt: Swiss artists-in-labs Programm 2008
Institut/Labor: Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag), Dübendorf ZH
Wissenschaftlicher Bereich: Ecology and Environment

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Biografie

Ping Qiu wurde 1961 in Wuhan, China, geboren. Heute lebt und arbeitet sie in der Nähe von Berlin. Sie studierte an der Chinesischen Hochschule der Künste in Hangzhou (China) und an der Hochschule der Künste (HdK) in Berlin. Ping Qiu ist eine Installationskünstlerin und Bildhauerin, die seit längerer Zeit organische Formen mit anorganischen Materialien nachbildet.

Projekt

An der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag) richtete die Künstlerin ihr Augenmerk auf das wissenschaftliche Forschungsthema „Leben im Wasser“ und reagierte darauf, indem sie eine Methodik der freien Assoziation und Intuition anwandte. Als Inspirationsquelle für die Installation „Breathing Plants” dienten ihre Erfahrungen in der Abteilung Aquatische Ökologie (ECO), wo sie in die Methoden der mikroskopischen Beobachtung, in die Freilandbiologie und in die Welten der Wasserchemie, der Algen und der Wasserinsekten eingeführt wurde. „Breathing Plants” ist eine künstlerische Interpretation, die das Grössenverhältnis aus Ping Qius eigenen Mikro- und Makrobeobachtungen kommentiert. Die Gebilde und Formen im Kunstwerk atmen und offenbaren die Faszination und die Liebe der Künstlerin zur Schönheit der Natur.

www.ping-qiu.com

Ramakrishnan Chandrasekhar 2008

Projekt: Swiss artists-in-labs Programm 2008
Institut/Labor: Native Systems Group (NSG), ETH Zürich
Wissenschaftlicher Bereich: Computer Science

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Biografie

Chandrasekhar Ramakrishnan, 1975 in Santa Barbara (USA) geboren, lebt und arbeitet in Zürich. Er ist Medienkünstler, Komponist und Multimedia-Ingenieur. Seine Arbeit, die an der Schnittstelle von Konzeptkunst und Free Jazz anzusiedeln ist, untersucht das Wechselspiel zwischen Algorithmen, kybernetischen Systemen und Improvisation. Er absolvierte ein Bachelorstudium in Mathematik an der University of California, Berkeley, und ein Masterstudium in Medienkunst und Medientechnik mit den Schwerpunkten Elektronische Musik und Soundgestaltung an der University of California, Santa Barbara. Seine Arbeit umfasst den Bau von Instrumenten, die Algorithmen verwenden, welche entweder selbständig oder durch die Analyse und Verarbeitung von Daten neue Formen und Inhalte (Klang und Bilder) erzeugen. Zudem arbeitet er mit kybernetischen Systemen, um seine Kompositionen weiterzuentwickeln und so den Betrachter für den Aufführungskontext zu sensibilisieren, in dem die Arbeiten gezeigt oder erlebt werden. 

Projekt

Chandrasekhar Ramakrishnan arbeitete vor der Residency als Musiker mit verschiedenen Computersystemen am Institut Native Systems Group (NSG), das an das Institut für Computersysteme der Informatik an der ETH Zürich angegliedert ist,. Er nutzte diese vorgefertigten Systeme, ohne sie jeweils spezifisch für seine eigenen Ideen verändern und anwenden zu müssen. Während seines Aufenthaltes am Institut für Computersysteme der Informatik, vertiefte Chandrasekhar Ramakrishnan sein Wissen über Computersysteme und entwickelte dabei seine sogenannte „Diglossia-Technologie“. Mit ihr konzipierte der „electronic musician“ das Projekt „Chronophasis“. Die Arbeit ist ein Versuch des Künstlers, die Möglicheiten von Geräten wie z.B. dem iPhone als künstlerisches Ausdrucksmedium besser zu verstehen. „Chronophasis“ ist eine Multimedia-Installation, die die musikalischen, visuellen und interaktiven Möglichkeiten von persönlichen Geräten untersucht. Als mobile Installation kann sie auf einen PC, einen Laptop oder ein iPhone heruntergeladen werden. „Chronophasis” nutzt eine der zentralen Eigenschaften dieser modernen Geräte: dass die Menschen täglich viele Stunden in ihrer Nähe verbringen. „Chronophasis” lädt die Teilnehmer dazu ein, sich während Tagen, Wochen und Monaten immer wieder über die Entwicklung des Werks zu informieren. 

Schmidt Steffen A. 2011

Projekt: Swiss artists-in-labs Programm 2011
Institut/Labor: Service de Chirurgie Cardio-Vasculaire, Centre hospitalier universitaire vaudois CHUV, Lausanne
Wissenschaftlicher Bereich: Cardiovascular Surgery and Research

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Biografie
Steffen A. Schmidt wurde in Berlin geboren und studierte Musikwissenschaft, semitische Sprachen und Italienisch. In seiner Rolle als Pianist, Komponist und Musikkünstler ist er Autodidakt und wird sowohl von den im Zen-Buddhismus angewandten Methoden zur Klangerzeugung, als auch von der Improvisation und seiner wissenschaftlichen Forschung über Bela Bartok und Olivier Messiaen inspiriert. Er entwickelte eine Rhythmustheorie, die Verbindungen zu der Philosophie von Gilles Deleuze herstellt. Seine Doktorarbeit in Musikwissenschaft schrieb er über Musik und Tanz im 20. Jahrhundert. Er arbeitete mit verschiedenen Tänzern zusammen und war für Theater in Berlin und im Ausland tätig. Er lebt seit 2004 in Zürich und unterrichtet Cultural Media Studies sowie Oper- und Filmmusikgeschichte am Institute for Cultural Studies ICS, Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). 

Projekt
Steffen A. Schmidt erforschte die Musikalität des Herzschlags und Tonalitäten des Spitals. In seiner Forschung beschäftigte sich der Künstler intensiv mit der Konstruktion des Herzens und analysierte eingehend den Herzrhythmus. Zudem sammelte er Tonbandaufnahmen des menschlichen Herzschlags aus der Phonokardiografie und der Doppler-Echokardiografie und untersuchte die rhythmischen Qualitäten der Herztöne und Herzgeräusche, insbesondere der Herzfehler. Das am Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV) entstandene Projekt bezieht sich dabei sowohl auf die anatomische und wissenschaftliche Sichtweise als auch auf die soziokulturelle Bedeutung dieses Organs. Das Projekt ist als musikalische Performance konzipiert. Dabei werden Herztöne auf der Bühne live durch ein Echokardiogramm erzeugt und teilweise mit vorab aufgenommenen Tonbandaufnahmen des Spitals und seiner Umgebung gemischt. Die musikalische Performance kombiniert diese zwei Klangwelten mit den vom Künstler live gespielten Interpretationen auf dem Klavier.

ics.zhdk.ch/ics/deutsch/ics/mitarbeitende/steffen-schmidt/

Strüver Hina & Wüthrich Mätti 2007

Projekt: Swiss artists-in-labs Programm 2007
Institut/Labor: Institut für Integrative Biologie (IBZ), ETH Zürich
Wissenschaftlicher Bereich: Ökologie, Evolution, Infektionen

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Biografien

Hina Strüver wurde 1974 in Zürich geboren und ist eine Performance-Künstlerin. Die Künstlerin absolvierte ein Masterstudium in Bildender Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Deutschland, mit den Schwerpunkten Objektkunst, Installation und Performance. Sie beschäftigt sich seit Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn mit dem menschlichen und skulpturalen Körper im öffentlichen Raum. In den vergangenen Jahren realisierte Hina Strüver eine Reihe von Performances zum Thema Pflanzen und deren Status in der Gesellschaft. 

Mätti Wüthrich wurde 1972 in Zürich geboren und studierte Umweltnaturwissenschaften an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ). In Zusammenarbeit mit anderen KünstlernInnen trat er im öffentlichen Räumen auf und arbeitet zurzeit für eine internationale Umweltschutzorganisation. Auf seinem Weg als Performance-Künstler bewegt er sich an der Schnittstelle von Wissenschaft, Umweltpolitik und Kunst. 

Projekt 

Während ihres Künstlerstipendiums am Institut für Integrative Biologie (IBZ) der ETH Zürich beschäftigten sich Hina Strüver und Mätti Wüthrich intensiv mit den wissenschaftlichen und sozialen Aspekten der Gentechnik und der Einschätzung der damit verbundenen Risiken. In den Labors der Gruppe Pflanzenökologie des IBZ konzentrierten sie sich auf die physische und biologische Realität der Gentechnik. Mit ihrem Werk namens „Regrowing Eden“ entwickelten Hina Strüver und Mätti Wüthrich eine künstlerische Abbildung des aktuellen wissenschaftlichen und sozialen Diskurses über Gentechnik und thematisierten die Konsequenzen, die das Schaffen von gentechnisch veränderten Organismen mit sich bringt. Der Titel „Regrowing Eden“ ist eine Metapher für den aktuellen Stand der Wissenschaft, der eine übergeordnete Rolle gegenüber dem Alltagsleben im weiteren Sinne eingenommen hat. Die Installationen, Performances und Computersimulationen sind eine künstlerische Interpretation und widerspiegeln die Debatten in der Schweiz, in Vietnam und Brasilien sowie Hina Strüvers und Mätti Wüthrichs Erfahrungen aus dem wissenschaftlichen Labor. Das Werk ist auf drei komplementäre Schwerpunkte ausgerichtet die zu einer Grossinstallation zusammengefügt werden: soziologische Studien, Visualisierungen und Performances.

www.regrowingeden.ch

www.hina.de

Thakar Neha 2012/13

Projekt: Indo-Swiss Residency Exchange Program
Institut/Labor: Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag), Dübendorf ZH
Wissenschaftlicher Bereich: Aquatic Ecology

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Biografie

Die indische Künstlerin Neha Thakar absolvierte ein Bachelorstudium in Wirtschaft an der South Gujarat University in Indien und schloss ein Masterstudium in Bildender Kunst/Malerei an der University of Baroda in Gujarat ab. Sie war Teilnehmerin des Stipendienprogramms des British Council in Jodhpur Fort, erhielt 2010 ein "Peers"-Künstlerstipendium von Khoj und nahm an verschiedenen Stipendienprogrammen in Indien teil.

Projekt 

Das Projekt „River Stroke” ging aus der kontinuierlichen Beschäftigung der Künstlerin mit Vergänglichkeit, Veränderung, Gemeinschaften und Erinnerungen hervor. Mit ihrem Projekt an der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag) wollte sie untersuchen, welche kollektiven gedanklichen Vorstellungen die Schweizer Bevölkerung von Flüssen hat. Sie vertiefte sich in die Thematik der Regulierung der Flusssysteme und der Flussrestaurierung. Ein weiterer wichtiger Aspekt ihres Künstlerstipendiums war es, mittels des Sammelns von Informationen über traditionelle Handwerke und Volkserzählungen mehr über die Schweizer Gesellschaft und Geschichte zu erfahren. Eine Installation, bestehend aus vier Videos und diversen digitalen Sketchen, dokumentierte den Stand ihrer Arbeit im Bereich Flussökologie und Kulturlandschaft. Neha Thakar zeigte dabei die einschneidenden menschlichen Eingriffe in das empfindliche Ökosystem und in die Naturlandschaft, die zu einem Kollaps des Ökosystems des Flusses führen. Das Projekt verband wissenschafliche Themen mit Aspekten der menschlichen Gesundheit und der Schweizer Kultur und verdeutlichte so die Beziehung zwischen Gewässern und menschlichen Gemeinschaften.

Tolusso Claudia 2009

Projekt: Swiss artists-in-labs Program 2009
Institut/Labor: Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), Birmensdorf ZH
Wissenschaftlicher Bereich: Ecology and Environment

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Biografie

Claudia Tolusso wurde 1971 in Luzern geboren, wo sie auch heute lebt und arbeitet. Bei Jürgen Rose an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart absolvierte sie ein Masterstudium in Bühnen- und Kostümbild. Seit 1999 arbeitet sie als Designerin für Theater, Film und Museen. Sie ist ein Gründungsmitglied des Theaters „1visible” in Zürich. Claudia Tolusso interessiert sich für die Schnittstellen von Fiktion und Realität. 

Projekt

Claudia Tolusso interessierte sich für die Landschaftsnutzung in der Schweiz und wie die Schweizer Bevölkerung der Landschaft Sorge trägt. Während ihres Aufenthalts an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) in Bellinzona befasste sie sich intensiv mit den Forschungen und nahm an zahlreichen Exkursionen teil. Sie wählte Orte und Landschaften mit Geschichte und suchte Wege, diese der Bevölkerung nahe zu bringen. So entstanden drei Projekte:
Seed explosion: Eine Samenexplosion auf dem Castello grande, eine Performance, die die Unkontrollierbarkeit der Samen von z.B. Wildblütlern erlebbar machte. Autostrada verde: Das Autobahnkreuz Süd wurde in Bellinzona nachgebaut und als Spielplatz der Bevölkerung zur Nutzung angeboten. Data cloud: Eine Installation im Municipio, wo Daten der Bevölkerung gesammelt werden. Auf Schirmen werden Daten der WSL zum Thema Landschaftsnutzung projiziert. Die Projekte haben einen starken Bezug zu Forschungsergebnissen und visualisieren die Eindrücke und Erlebnisse der Residency. Gleichzeitig sollen die Betrachtenden zum Nachdenken angeregt und für die Problematik und Chancen der Landschaftsnutzung sensibilisiert werden. 

www.claudia-tolusso.ch

Veillat Aline 2009/10

Projekt: Sino-Swiss Residency Exchange Programm 2009/10
Institut/Labor: Institute of Mountain Hazards and Environment (IMHE), Chengdu, China
Wissenschaftlicher Bereich: Ecology and Environment

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Biografie

Aline Veillat wurde 1967 auf der Île de la Réunion geboren. Heute lebt und arbeitet sie in Basel. Sie promovierte in Ästhetik sowie Wissenschaft und Technik der Künste an der Université Vincennes Paris 8 und absolvierte ein Masterstudium in Digitalen Medien an der Ecole cantonale d’art in Lausanne (ECAL). Ihre künstlerische Arbeit basiert auf ihrem Interesse an Raumwahrnehmung. Die Mobilität der Betrachtenden ist in ihren Arbeiten zentral: Die Installationen sind so konzipiert, dass sich die BesucherInnen darin bewegen und sie frei erforschen können. 

Projekt

Während ihres Künstlerstipendiums am Institute of Mountain Hazards and Environment in Chengdu (IMHE) in China setzte sich Aline Veillat mit der Erforschung von Naturgewalten wie zum Beispiel Erdrutschen und Schlammlawinen auseinander. Sie arbeitete mit vor Ort gesammelten Daten und suchte nach einer Methode, diese derartig umzuwandeln, dass sie für jeden zugänglich und wahrnehmbar werden. Ihr Ansatz bestand darin, die wissenschaftliche Forschung des IMHE mit Elementen der chinesischen Kultur und Geschichte zu verflechten. Dazu machte sie Experimente mit künstlichem Erdboden. Diese Erde bestand aus mehreren Schichten verschiedener Strukturen, die mit Artefakten der chinesischen Kultur hergestellt worden waren (z.B. aus traditionellem ,weiss-blauem Geschirr, Seide, Tinte, Papier). Diese Konstruktion repräsentiert die Grundlage der heutigen Kultur. Unter dem Mikroskop verwandelten sich die Strukturen der untersuchten Schichten in „Kulturlandschaften“. Daneben interessierte sie sich für die Wahrnehmung der Naturkatastrophen aus Sicht der chinesischen Bevölkerung. Dafür suchte sie chinesische Gedichte, die von Natur, Landschaft und teilweise von ihren Gefahren handeln. Diese Gedichte, von Kindern auf Chinesisch vorgelesen, wurden als kulturelle Komponente und als Kontrast zur dargestellten Verwüstung in die Installation integriert.

www.alineveillat.com

Ventura Pablo  2007

Projekt: Swiss artists-in-labs Programm 2007
Institut/Labor: Artificial Intelligence LAB (AILAB), Universitity of Zürich
Wissenschaftlicher Bereich: Robotics and Artificial Intelligence

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Biografie

Pablo Ventura, der in Spanien geboren wurde (1958), absolvierte seine Tanzausbildung an der London Contemporary Dance School und schloss sie 1985 ab. 1986 gründete er die „Ventura Dance Company“ und konzentriert sich seitdem auf die Choreografie und die Beziehung zwischen Mensch und Maschine. Als Tänzer und Choreograf lebt und arbeitet er seit 1993 in Zürich. 2002 wurde Pablo Ventura die kulturelle Auszeichnung des Kantons Zürich in der Sparte Tanz zugesprochen als "Würdigung einmaliger tanzästhetischer Forschungsarbeit und innovativer Choreografie". Seine jüngste Arbeit (Tanz und Installation) „2047“, die sich der Schwarmtechnologie bedient, wurde in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftler und Künstler Daniel Bisig entwickelt.

Projekt

Pablo Ventura interessierte sich für die Thematik der menschlichen Beziehung zu Maschinen und Technologie und stellte die Fortbewegung von Robotern der Fragilität der menschlichen Tanzbewegung gegenüber. Das Ziel seines Projekts "choreographic machine" war die Entwicklung eines humanoiden Roboters in menschlicher Grösse in Verbindung mit einer vollautomatisierten, computergestützten choreografischen Software. Das Projekt wiederspiegelt Pablo Venturas Faszination für algorithmische und automatisierte Prozesse, die dazu dienen sollen, die Choreografie von kulturellen Traditionen zu befreien. Zudem repräsentiert es Venturas Ansatz, den Unterschied zwischen maschinellen und menschlichen Eigenschaften verschwimmen zu lassen. Basierend auf dem Projekt "choreographic machine" entwickelte Ventura später – erneut in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftler und Künstler Daniel Bisig – das Tanzstück "2047". Es wurde von Wong Kar-Wais Film "2046" inspiriert und erzählt einen parallelen Plot, in dem mittels Bewegungstracking und den Grundsätzen von Schwarmverhalten ein Kontrast zwischen traditionellem und computergestütztem Tanz hergestellt wird. Für Ausstellungen entwickelten Ventura und Bisig die interaktive Installation "2047", die 2012 an der Shanghai International Science and Art Exhibition den Science and Art Excellent Artwork Award gewann.

www.ventura-dance.com

Weber Yvonne 2010

Projekt: Swiss artists-in-labs Programm 2010
Institut/Labor: Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), Birmensdorf ZH
Wissenschaftlicher Bereich: Egology and Environment

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Biografie

Yvonne Weber wurde 1977 in Egliswil geboren. Sie arbeitet und lebt in Ascona und Berlin. Sie studierte Prozess- und Produktdesign in der Fachklasse für Interaktive Systeme an der Universität der Künste Berlin (UKB). Sie entwickelt generative Systeme und Interfaces zur Rückführung des Digitalen in die unmittelbare Realität. Losgelöst vom Medium und beeinflusst von der Wissenschaft entstehen Modelle und Datenskulpturen, basierend auf Algorithmen und Umweltdaten. Mit ihren Skulpturen erforscht sie die Wechselwirkungen von Abbild und Realität.

Projekt

Während ihres Künstlerstipendiums untersuchte Yvonne Weber aus der Schneeforschung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) stammende Rohdaten und Modelle und interpretierte sie aus dem Blickwinkel der Kunst. In Form von Computerdaten ist Schnee für die Künstlerin ein unfassbares und unsichtbares Material. Man kann es weder berühren noch sehen. Durch die Arbeit der SchneeforscherInnen beeinflusst, passte Yvonne Weber deren Methoden für ihre eigenen Zwecke an und entwickelte ein Programm zur Erstellung eines künstlerischen Schneedeckenmodells. Sie benutzte die von den Messstationen in Davos gesammelten Schnee- und Wasserdaten, um daraus geometrischen Formen von Schneekristallen zu berechnen und zu konstruieren. Danach verwandelte sie diese in dreidimensionale Skulpturen. Die Serie namens „Generic Snow“ besteht aus mehreren Werken, die sich alle auf diese Daten beziehen. Yvonne Webers Werk ist eine Transformation von wissenschaftlichen Daten hin zu einer künstlichen Neuschneedatenmodellierung. Die Daten werden durch diesen Prozess wieder real, sicht- und fassbar.

www.campillow.com/

Wenfeng Liao 2009/10

Projekt: Sino-Swiss Residency Exchange Programm 2009/10
Institut/Labor: Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), Birmensdorf ZH
Wissenschaftlicher Bereich: Ecology and Environment

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Biografie

Wenfeng Liao wurde 1984 in der Provinz Jiangxi geboren und lebt und arbeitet in Shanghai. Er schloss ein Studium an der China Academy of Fine Art ab. Als künstlerisches Ausdrucksmittel bedient sich Liao hauptsächlich der Medien Video und Fotografie. Innerhalb seines künstlerischen Schaffens erkundet Liao die Ambiguität der Reaktionen des Betrachtenden auf künstlerisch umgestaltete Räume. 

Projekt

In seinen Arbeiten untersucht Wenfeng Liao die komplexe und manchmal paradoxe Beziehung zwischen dem natürlichen Aussenraum und seinem Gegenpart, dem Innenraum. Er krempelt diese Räume um und dokumentiert den Prozess mit Fotos und Videos.
Das Video „From Here to There” wurde im Labor der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) realisiert und erzählt die Geschichte einer Ameise, die ihrer natürlichen Umgebung entnommen wurde und sich in den sterilen Laborräumen versucht zu orientieren. Mit starken Bildern geht Liao Wenfeng auf die Gegenüberstellung von Natur und Sterilität ein und scheint so die Entfremdung der Natur und die Orientierungslosigkeit der Menschen zu thematisieren.
Die Videoarbeit „Kanshu Kanshu” ist ein geistreicher Kommentar zu den Übersetzungsprozessen zwischen Kunst und Wissenschaft und zwischen Denken und Handeln. „Kanshu” ist ein chinesisches Wort, das sowohl „Lesen” als auch „Fällen” bedeuten kann. Im Video kombiniert der Künstler das Baumfällen mit dem gleichzeitigen Lesen des Buches „Philosophische Untersuchungen“, (Ludwig Wittgenstein (1889-1951)). Durch die gleichzeitige Ausführung der extrem physischen und der geistig anspruchsvollen Handlung erzeugt Liao Wenfeng in seinem Video eine absurde Situation, die den erstaunten Betrachtenden zum Nachdenken anregt.

www.liaowenfeng.com/

Wolf Oliver 2010

Projekt: Swiss artists-in-labs Programm 2010
Institut/Labor: Artificial Intelligence LAB (AILAB), University of Zürich
Wissenschaftlicher Bereich: Robotics and Artificial Intelligence

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Biografie

Oliver Wolf wurde 1975 in VS-Villingen (D) geboren und lebt heute in Zürich. Er studierte Audiovisuelle Kommunikation und Bildende Künste an der Universidad Central de Barcelona. Danach belegte er Kurse zum Thema Computerkunst und Film/Video an der School of Visual Arts in New York. Sein Masterstudium schloss Oliver Wolf in Neuen Medien an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) ab.

Projekt

Oliver Wolf interessiert sich für Maschinenkunst, kollektives Verhalten und das Bilden komplexer Umgebungen mit einfacher Struktur. Für seine Arbeit „Teleonomies walking the Eigenplot“, die am Artificial Intelligence LAB (AI-LAB) der Universität Zürich entstand, schaute sich der Künstler die Konstruktionsprinzipien von UFOs an, studierte Fortbewegungsarten von Robotern und baute schliesslich einen Luftkissentisch. Die danach konstruierten Roboter gleiten über diesen Tisch und erzeugen Geräusche. Ihre Bewegung wird durch phonotaktisches Verhalten gesteuert: Die Roboter bewegen sich auf das Geräusch zu, das die anderen Roboter in ihrer Nähe aussenden. Der Ton besteht aus den Rückkoppelungsgeräuschen, die durch die Mikrofone und Lautsprecher auf den einzelnen Robotermodulen und deren relative Positionen erzeugt werden.

www.hasa-labs.org

artists-in-labs KAUST-Swiss Residency Exchange 2016

Zeitraum der Residencies: September - Dezember 2016

Die Künstlerinnen Marie Griesmar (CH) und Sandra Kühne (CH) haben sich erfolgreich für die artists-in-labs residencies an der KAUST Universität beworben. Sie werden von Mitte September bis Mitte Dezember 2016 in Forschungsgruppen an der KAUST  an künstlerischen Projekten arbeiten. Herzliche Gratulation!

Marie Griesmar

Marie Griesmar

Sandra Kuehne©Benedikt Ziegler

Sandra Kühne, Foto: Benedikt Ziegler

Die Lausanner Künstlerin Marie Griesmar konzentriert sich in ihrer künstlerischen Praxis auf das Wasser und die Unterwasserwelt. Komplexität und Poesie des Wassers sind dabei eine entscheidende Inspiration für ihre Arbeit. Marie hat als Neunjährige mit dem Tauchen begonnen und ist seitdem eine engagierte Beobachterin des marinen Lebens. Dank ihrer Tauchkenntnisse versteht sie Wasser als neuen Raum der Kreativität und Kreation.
Ihr artist-in-labs-Projekt wird die Ästhetik ökologischer Konstruktionen im Roten Meer untersuchen. Sie wird Teil der Forschungsgruppe des Reef Genomics Lab am Red Sea Research Center sein.

Die Künstlerin Sandra Kühne lebt und arbeitet in Zürich. Sie ist inspiriert von Romanen, Sätzen und Diagrammen, die die Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen Körper und Raum beschreiben. In ihren Zeichnungen, cut-outs und Installationen, die hauptsächlich aus Papier bestehen, überführt Sandra Zweidimensionalität in Dreidimensionalität; ihre künstlerische Praxis beschreibt sie als eine Spielart der Kartographie. Während ihrer artist-in-labs Residency bei der Integrated Ocean Processes Research Group am Red Sea Research Center wird sich Sandra auf Korallenriffe konzentrieren und nach Wegen suchen, durch ihre Kunst Aspekte von Interaktion, Balance und Symbiose zu thematisieren.

Pro Helvetia Logo Webseite Klein

Kaust Logo Webseite Klein

Eawag Logo Webseite Klein

artists-in-labs residencies 2015/2016

Claudia Comte (CH) und das Urban Fauna Laboratory Kollektiv (RU) haben im Herbst 2015 im Rahmen des Russian-Swiss Residency Exchange als international artists-in-lab die Auswirkungen des Klimawandels auf Ökosysteme in Russland und der Schweiz erkundet. Im Sommer 2016 werden sie beide für einen Kurzaufenthalt in die Labors zurückkehren, um weiter an ihren Projekten zu arbeiten.

Von Juli bis Dezember 2015 ergründete Mark Boulos (CH) als national artist in lab die neueste Forschung im Bereich der Neurowissenschaft und Psychoanalyse.

Claudia Comte am Institute of Plant and Animal Ecology of the Ural Division IPAE der Russian Academy of Sciences in Ekaterinburg

Urban Fauna Laboratory an der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in Birmensdorf

Mark Boulos am Laboratory of Cognitive Neuroscience am Brain Mind Institute der École polytechnique fédérale de Lausanne EPFL

Claudia Comte

Claudia Comte, fotografiert von Gunnar Meier

Urban Fauna Lab

Alexey Buldakov und Anastasia Potemkina vom Urban Fauna Lab

Mark Boulos And Olaf Blanke

Mark Boulos mit dem Neurowissenschaftler Olaf Blanke

Die Schweizer Künstlerin Claudia Comte wird in Ekaterinburg die Forschungsaktivitäten des IPAE im Bereich der Rekonstruktion von vergangenen Klimabedingungen erforschen. Das Institut verwendet dafür weit zurück reichende Jahrringchronologien sowie ökologische Studien zur Dynamik der Baumgrenze am Polarkreis. Claudias künstlerische Forschung wird sich um die Spannungen und Kräfte drehen, denen das Holz in seinem natürlichen Umfeld in der Uralregion ausgesetzt ist. Ihre praktische künstlerische Arbeit wird sich im weiteren Sinne mit Holz als Arbeitsmaterial befassen. Claudia wird die Wissenschaftler sowohl bei ihrer Feldforschung in der Uralregion begleiten, als auch ihre Forschung im Laboratory of Dendrochronology erkunden.

Anastasia Potemkina vom russischen Künstlerkollektiv Urban Fauna Lab aus Moskau wird die Forschung der WSL im Bereich invasiver Erreger und derer Auswirkungen auf das Ökosystem begleiten. Ihre künstlerische Arbeit wird aus der Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern entstehen und sich auf ihre Forschungsschwerpunkte beziehen. Zugleich wird sie die andauernden Erkundungen des Urban Fauna Lab im Bezug auf den sozialen Status von Pflanzen und Tieren weiterführen.

Der Russian-Swiss Residency Exchange 2015/2016 wird unterstützt von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia «Swiss made in Russia».

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Der Schweizerisch-amerikanische Künstler Mark Boulos hat von Juli bis Dezember 2015 als artist-in-lab am Laboratory of Cognitive Neuroscience am Brain Mind Institute der École polytechnique fédérale de Lausanne EPFL gearbeitet, wo er die Forschungstätigkeiten des Neurowissenschaftlers Olaf Blanke von der EPFL des Psychoanalytikers François Ansermet der Universität Genf erkundete.

Mit seiner künstlerischen Arbeit hat er die visuellen und auditiven Techniken von Olaf Blanke und die narrativen Techniken von François Ansermet erforscht, um daraus neue Formen von Video, Film und virtueller Realität zu kreieren, die ebenso von Neurowissenschaft wie auch von Psychoanalse inspiriert sind.

Die nationale artists-in-labs Residency 2015 wurde unterstützt von der Agalma Foundation.

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Wissenschaft

Institute/Labore

 

Artificial Intelligence Laboratory  AI Lab Zürich

Fakultät: Informatics
Institution/Hochschule: University of Zurich

Uzh

Das Artificial Intelligenge Laboratory (AI Lab) erforscht und erarbeitet die Grundsätze von intelligentem Verhalten. Einerseits wird das Verständnins von natürlichen Formen von Intelligenz (Menschen, Tiere) gefördert. Andererseits werden intelligente Systeme (Computerprogramme, Roboter, andere Gegenstände) für Forschungszwecke und weitere Anwendungsbereiche konzipiert und gebaut.

Swiss artists-in-labs 2010
Artist: Oliver Wolf

Swiss artists-in-labs 2007
Artist: Pablo Ventura

Brain Mind Institute BMI Lausanne

Fakultät: School of Life Sciences
Institution/Hochschule: Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne

Sv2

Zweck des Brain Mind Institute (BMI) an der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) ist es, die grundsätzlichen Funktionsweisen, sowohl des gesunden als auch des kranken Hirns zu erforschen. Dabei werden einzigartige experimentelle, technologische und computergesteuerte Vorgehensweisen genutzt und entwickelt.

Swiss artists-in-labs 2010
Artist: Nicole Ottiger

Swiss artists-in-labs 2009
Artist: Luca Forcucci

Centre for Integrative Genomics CIG Lausanne

Fakultät: Biology and Medicine
Institution/Hochschule: Université de Lausanne

Cig

Das Center for Integrative Genomics (CIG) ist das neuste Departement der Fakultät für Biologie und Medizin an der Universität von Lausanne (UNIL). Seiner Errichtung vorausgegangen war das Programm "Sciences, Vie, Société", ein gemeinsames Projekt der Universitäten Genf und der Universität Lausanne und der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL). Das Programm zielt darauf ab, sowohl die Naturwissenschaften als auch die Geisteswissenschaften und die Sozialwissenschaften in der Region des Lac Léman interdisziplinär und institutionenübergreifend weiterzuentwickeln.

Swiss artists-in-labs 2010
Artist: Sandra Huber

Swiss artists-in-labs 2008
Artist: Sylvia Hostettler

Chengdu Institute of Biology CIB Sichuan (China)

Institution/Hochschule: Chinese Academy of Sciences, Sichuan, China

Chengdu

Das Chengdu Institute of Biology (CIB) wurde 1958 gegründet und ist Teil der Chinese Academy of Sciences (CAS). Das CIB ist ein Zentrum für Forschung und Entwicklung in den Naturwissenschaften und in der innovativen Biotechnologie. Das Institut hat seine Forschung vor allem der nachhaltigen Entwicklung und der Biodiversität in der Region verschrieben.

Sino-Swiss Residency Exchange 2009/2010
Artist: Alexandre Joly

Swiss Center for Electronics and Microtechnology CSEM Alpnach

Csem Alpnach

Das Centre Suisse d'Electronique et de Microtechnique (CSEM) wurde 1984 gegründet. Das private Forschungs- und Entwicklungszentrum ist spezialisiert in Mikrotechnologie, Nanotechnologie, Mikroelektronik, Systemtechnik und Kommunikationstechnologien.

Swiss artists-in-labs 2007
Artist: Pe Lang

Swiss Federal Institute of Aquatic Science and Technology  Eawag Dübendorf

Institution/Hochschule: ETH Domain

Eawag

Die Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz ( Eawag), gehört zu den weltweit führenden Instituten auf dem Gebiet der Wasser- und Gewässerforschung. Ihre Forschung orientiert sich an den Bedürfnissen der Gesellschaft und ist Grundlage von innovativen Konzepten und Technologien im Wasserbereich. Durch die enge Vernetzung mit Fachleuten aus Industrie, Verwaltung und Verbänden nimmt die Eawag eine wichtige Brückenfunktion zwischen Theorie und Praxis ein.

Indo-Swiss Residency Exchange 2012/2013
Artist: Neha Thakar

Indo-Swiss Residency Exchange 2011/2012
Artist: Surekha Anil Kumar

Sino-Swiss Residency Exchange 2009/2010
Artist: Aniu (Qing Jun Chen)

Swiss artists-in-labs 2008
Artist: Ping Qiu

Geneva Neuroscience Center and National Center for Affective Sciences  CIN/NCCR Genève

Institution/Hochschule: University of Geneva

Cin Nccr

Das Geneva Neuroscience Center (CIN) ist ein interdisziplinäres Zentrum, das über 50 Forschungsgruppen verschiedener Departemente der Universität Genf zusammenfasst. Die Mitglieder des Zentrums betreiben innovative Forschung in den verschiedenen Bereichen der Neurowissenschaft in Bezug auf Gesundheit und Krankheit, sowohl für Menschen (Erwachsene und Kinder) als auch für Tiere.

Das National Center of Competence in Research "Affective Sciences – Emotions in Individual Behaviour and Social Processes" (NCCR Affective Sciences) ist eines der bedeutendsten Zentren weltweit, das sich dem interdisziplinären Studium von Emotionen und ihrer Auswirkungen auf das menschliche Verhalten und die Gesellschaft widmet.

Swiss artists-in-labs 2011
Artist: Jérémie Gindre

Institute of Integrative Biology IBZ Zürich

Fakultät: Umweltsystemwissenschaften
Institution/Hochschule: Eidgenössische Technische Hochschule Zürich

Eth Hg

Interaktionen zwischen Organismen, wie etwa zwischen Wirt und Parasit, Pflanze und Bestäuber oder invasiven und heimischen Arten, bestimmen das Verhalten biologischer Systeme. Ein Verständnis solcher Interaktionen ergibt sich am besten aus einem integrativen Ansatz, der Kenntnisse der Biologie, Ökologie und Evolutionsgeschichte der beteiligten Organismen vereint. Forschungsschwerpunkte des Instituts für Integrative Biologie Zürich (IBZ) sind das Verständnis ökologischer und evolutionärer Prozesse, welche die Interaktionen von Organismen und biologischen Systemen beeinflussen, sowie die Entwicklung neuer Strategien für den Umgang mit Infektionskrankheiten.

Swiss artists-in-labs 2007
Artists: Hina Strüver & Mätti Wüthrich

Institute of Mountain Hazards and Environment IMHE Chengdu (China)

Institution/Hochschule: Chinese Academy of Sciences, Chengdu (China)

Imhe

Das Institute of Mountain Hazards and Environment (IMHE) ist an der Chinese Academy of Sciences, Chengdu angesiedelt. Das IMHE ist eine staatliche, akademische Non-Profit-Organisation, die hauptsächlich in folgenden Bereichen tätig ist:

  • Entstehung und Eindämmung von Berggefahren
  • Abtragung und Wiederherstellung der Bergregionen
  • Evaluation, Planung und nachhaltige Entwicklung der Öko-Umwelt
  • Fernerkundung, Kartografie, GIS und Agrarökologie

Sino-Swiss Residency Exchange 2009/2010
Artist: Aline Veillat

Istituto Dalle Molle di Studi sull’Intelligenza Artificiale IDSIA Lugano

Fakultät: Faculty of Informatics
Institution/Hochschule: Universtà della Svizzera Italiana and Scuola universitaria professionale della Svizzera Italiana

Idsia

Das Istituto Dalle Molle di Studi sull’Intelligenza Artificiale (IDSIA) ist ein Non-Profit-Forschungsinstitut für künstliche Intelligenz. Es ist sowohl der Fakultät für Informatik an der Università della Svizzera Italiana als auch dem Departement für Innovative Technologien an der Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI), der Hochschule für Angewandte Wissenschaften im Tessin, angeschlossen. Die Forschung fokussiert auf maschinelles Lernen (künstliche neuronale Netzwerke, vertieftes Lernen), optimale universelle künstliche Intelligenz und optimale rationale Akteure, Unternehmensforschung, Komplexitätstheorie und Robotik.

Swiss artists-in-labs 2009
Artist: Alina Mnatsakanian

Native Systems Group NSG Zürich

Fakultät: Department of Computer Science
Institution/Hochschule: Eidgenössische Technische Hochschule Zürich

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Die Native System Group (NSG) befasst sich mit der Forschung und Lehre im Bereich (Computer-)Systembau, insbesondere im integrierten Codesign, welcher sämtliche Schichten (Hardware, Betriebssystem, Laufzeitumgebung, Programmiersprache, Compiler und Entwicklungstools) umfasst. Wichtige Anliegen sind dabei hohe Qualität, Einfachheit und Ressourceneffizienz. Als Proof of Concept dienen dabei häufig Anwendungen aus den Bereichen Personalisierte Medizin und Digitale Kunst.

Swiss artists-in-labs Programm 2011
Artist: Marie-France Bojanowski

Swiss artists-in-labs 2008
Artist: Chandra Sekhar Ramakrishnan

National Centre for Biological Sciences NCBS Bangalore (India)

Fakultät: Tata Institute of Fundamental Research

Ncbs

Das National Centre for Biological Sciences (NCBS) ist eines der führenden Forschungsinstitut des Landes. Forschung am NCBS (Teil des Tata Institute of Fundamental Research) verwendet experimentelle und theoretische Ansätze zur Untersuchung von Molekülen, Zellen und Organismen.

Indo-Swiss Residency Exchange 2012/2013
Artist: Dominique Lämmli

Indo-Swiss Residency Exchange 2011/2012
Artist: Adrien Missika

Paul Scherrer Institut PSI Villingen

Institution/Hochschule: ETH-Domain

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Das Paul Scherrer Institut (PSI) ist das grösste Forschungszentrum für Natur- und Ingenieurwissenschaften in der Schweiz. Das PSI betreibt Spitzenforschung in den Bereichen Struktur der Materie, Mensch und Gesundheit sowie Energie und Umwelt. Durch Grundlagen- und angewandte Forschung arbeiten die Forscher an nachhaltigen Lösungen für zentrale Fragen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft.

Swiss artists-in-labs 2007
Künstler: Roman Keller

European Council for Nuclear Research CERN Geneva

Fakultät: Département de physique nucléaire et corpusculaire
Institution/Hochschule: Université de Genève

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Seit über 50 Jahren besteht zwischen dem Département de physique nucléaire et corpusculaire (DPNC) an der Universität Genf und dem Nachbarn Europäischen Organisation für Nukleare Forschung (CERN), eines der grössten Labors im Bereich der Teilchenphysik weltweit, eine enge Zusammenarbeit.

Am CERN erforschen Physiker und Ingenieure die fundamentale Struktur des Universums. Es kommen die größten und komplexesten wissenschaftlichen Instrumente der Welt zum Einsatz, um die grundlegenden Bestandteile der Materie zu studieren - die Elementarteilchen. Die Instrumente, die am CERN verwendet werden, sind Teilchenbeschleuniger und Detektoren. Beschleuniger bringen Teilchenstrahlen fast auf Lichtgeschwindigkeit, ehe sie miteinander oder mit feststehenden Zielen kollidieren. Die Beobachtung und Untersuchung dieser Prozesse geben der Wissenschaft darüber Aufschluss, wie die Teilchen interagieren und über die grundlegenden Gesetze der Natur.

Swiss artists-in-labs 2009
Artist: Christian Gonzenbach

Swiss Federal Institute for Forest, Snow and Landscape Research WSL Birmensdorf/Bellinzona/Davos

Institution/Hochschule: ETH-Domain

Wsl Aral

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Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) befasst sich mit der Nutzung und Gestaltung sowie dem Schutz von naturnahen und urbanen Lebensräumen. Sie erarbeitet Beiträge und Lösungen, damit der Mensch Landschaften und Wälder verantwortungsvoll nutzen und mit Naturgefahren, wie sie insbesondere in Gebirgsländern auftreten, umsichtig umgehen kann. Die WSL nimmt in diesen Forschungsgebieten einen internationalen Spitzenplatz ein und liefert Grundlagen für eine nachhaltige Umweltpolitik in der Schweiz.

Swiss artists-in-labs Programm 2011
Artist: Christina della Giustina
WSL Birmensdorf

Swiss artists-in-labs Programm 2010
Artist: Yvonne Weber
Institut für Lawinenforschung SLF, Davos

Sino-Swiss Residency Exchange 2009/2010
Artist: Liao Wenfeng
WSL Birmensdorf

Swiss artists-in-labs 2009
Artist: Claudia Tolusso
WSL Bellinzona

Human Computer Interaction Lab HCI Basel

Fakultät: Faculty of Psychology
Institution/Hochschule: University of Basel

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Die Psychologische Fakultät ist die jüngste der sieben Fakultäten der Universität Basel. Sie wurde 2003, 25 Jahre nach der Errichtung des Instituts für Psychologie, gegründet. Ihr Forschungsprofil ist durch Schwerpunkte auf den Gebieten der menschlichen Entwicklung und psychischen Gesundheit, der sozialen Kognition und Entscheidungsforschung sowie der Neurowissenschaften gekennzeichnet. Die Mensch-Computer-Interaktion (HCI) ist eines der Forschungsschwerpunkte am Zentrum für Kognitive Psychologie und Methodologie. HCI untersucht Prozesse, Dialoge und Aktionen von Benutzern, die mit einer Maschine (meist mit einem Computer) in einem bestimmten Setting interagieren.

Swiss artists-in-labs Programm 2008
Artist: Monika Codourey

Centre hospitalier universitaire vaudois CHUV Lausanne

Fakultät: Service de chirurgie cardio-vasculaire

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Das Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV) ist das Universitätsspital in Lausanne. Nebst Genf, Bern, Basel und Zürich gehört es zu den fünf Universitätsspitälern in der Schweiz. Gesundheitswesen, Lehre und Forschung stehen im Zentrum seiner Mission, im Dienste des Patienten Medizin auf dem neusten Stand der Technik zu gewährleisten. Das Universitätsspital von Lausanne kooperiert mit der Fakultät Biologie und Medizin der Universität Lausanne (UNIL).

Swiss artists-in-labs 2011
Artist: Steffen Schmidt